Montag, 15. März 2010

Stoffe bedrucken

Ich hatte ein wunderbares Wochenende bei Juliette Eckel in Meinerzhagen.
Quilters Insel, so heißt das Atelier. So fühlt es sich vor Ort auch an. Draußen schneinte es, doch wir waren in einer wunderbaren Umgebung, haben wahnsinnig viel Input bekommen und das 3-Gänge-Menü zur Mittagszeit ... da fehlen einem die Worte.
Ein Workshop für die Seele - für alle Sinne.

Als blutige Anfängerin bin ich zu diesem Workshop gefahren. Vertraut war ich bisher nur mit fertig gekauften Stempeln und einem Fabric-Stempelkissen. Fast alle Materialien hatte ich mir laut der Materialliste besorgen können. Ich habe mit Deka Print Farben gearbeitet. Diese und auch die anderen Materialien gibt es im Patchworkshop.

Unsere erste Aufgabe bestand darin, eigene Schablonen zu fertigen.
Ich habe mich für Puzzle-Teile und Blumen entschieden. Diese werden auf dickem Papier aufgemalt und ausgeschnitten.



Hier die gruseligen Ergebnisse meiner ersten Drucke:
Mittels Positv-/Negativdruck werden dann die Schablonen auf weißem Stoff verteilt und mittels Farbrolle und Textilfarbe übertragen. Gar nicht so einfach, wie ich feststellen mußte. Es bedarf mehrerer Durchgänge um die weißen Zwischenräume zu beseitigen.





Als nächstes haben wir dann mit Moosgummi eigene Stempel hergestellt.
Hier mal ein Beispiel mit lauter Rundungen, um einen neuen Hintergrund zu schaffen:



Ergebnis: - sehr gewöhnungsbedürftig



Auch haben wir Farbe auf schwarzen Stoff gebracht:
Dieses Ergbnis entstand mit Rubbing plates, Paintsticks und Schablonen.



Auch haben wir zwei ganz tolle neue Materialien kennengelernt.
Links der Formy Stempel (blau) und rechts der Speedy cut.

Der Formy Stempel wird mittels Bügeleisen erwärmt. Danach wird ein fester Gegenstand in den Stempel gedrückt - fertig. Und das tolle, nach erneuter Erwärmung bildet sich der Stempel wieder zurück und man kann neue Formen hineindrücken. Toll, oder?



Beim Speedy-cut wird mittels Schnitzwerkzeug dauerhaft ein Stempel hergestellt.
Das Material ist weich und das schnitzen fällt leicht.
Das gedruckte Ergebnis gefällt mir richtig gut... klar ist ja auch rot/weiß**lach**



Der letzte Teil behandelte den Siebdruck. Wir haben uns ein eigenes Sieb gebaut. Die Rückseite versieht man dann mit Gegenständen etc. und kann dann mittels Farbrolle von der Vorderseite die Farbe auf Stoff bringen. Die Quadrate sind auf diese Weise entstanden.



Gerne hätte ich Euch auch Thermofaxsiebe und das Druckergebnis gezeigt. Doch die bestellten Siebe bei Susanne Muus sind bis heute nicht eingetroffen. Darüber bin ich echt sauer.
Andere Siebe wollte ich nicht ausprobieren - irgendwie wäre das nicht mein Eigen gewesen.

Nichts desto trotz war es ein genialer Workshop, den ich bedenklos weiterempfehlen kann.
Und wer zu weit weg wohnt, und nun Lust bekommen hat, auch einmal mit Farbe zu experimentieren, der kann das Online-Workshop-Angebot nutzen.

Euch eine schöne Woche.

Kommentare:

Bärbel hat gesagt…

HI! Als Hobbyschneider-Stemplerin finde ich es immer schwer der jeweils einen "Partei" zu zeigen, was die andere tun kann. Stoff bedrucken kann zur Sucht werden. Ich mag eure Ideen zum Stempel selbermachen, wenn Du es erlaubst verlinke ich diesen Beitrag hier bei mir verlinken:

http://fairysale.blogspot.com/2010/01/tschallentsch.html

Das ist zwar alt, aber ich sammle weiterhin Ideen zum Thema.

Ich hoffe ich darf Dich dort verlinken.

Gruß, Bärbel

Simone hat gesagt…

Hallo Claudia,
ein sehr interessanter Workshop, der hätte mich auch gereizt. Den Formy Stempel habe ich auch noch hier liegen, toll sieht er mit der Strochenschere aus. Überhaupt gefällt mir deine letzte Collage der Stempel am besten.
Liebe Grüße
Simone

Sven hat gesagt…

Stempeln ist ne tolle Sache, aber der richtige Druck im Siebdruck sieht wesentlich professioneller aus. Richtig gedruckt eben und nicht aufgestempelt. Den Siebdruck kann man natürlich auch selber machen, wenn man sich ein bisschen in die Materie einarbeitet. Wer mehr wissen möchte und eine Anleitung braucht, einfach mal bei Siebdruckland gucken.

Grüße,
Sven